Wie übt man richtig?

Shownotes

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00:00:17: Bewegte Stille, ein Podcast über das bewusste Pflegen der Lebensenergie.

00:00:26: Hallo!

00:00:26: Ich bin Veronica und freue mich, dass ihr heute wieder mit dabei seid.

00:00:31: Hallo ich bin Stefan und freue auch, dass wir heute wieder mal über Jigung und die Arbeit mit der Lebens energie sprechen.

00:00:42: Das heutige Thema kam ja von unseren Teilnehmerinnen in unseren Kursen und die Frage kommt nicht selten.

00:00:52: Wie übt man?

00:00:54: Sprich, wie ist so die tägliche Praxis im Qigong und wie handhaben wir das?

00:01:01: Magst du anfangen Stefan?

00:01:04: Ja ich könnte mal was dazu sagen.

00:01:06: Ich finde es eine relativ umfassende Frage Und ich denke nicht dass wir da, dass man darauf so ein allumfassender präzise Antwort geben kann im Sinne von du übst jeden Tag um sechs, dreißig Minuten und um zwölf nochmal zehn usw.

00:01:28: Weil es halt sehr individuell ist!

00:01:30: Wir müssen selber für uns rausfinden was die richtige Zeit ist.

00:01:38: das ist die richtige Art zu üben Was ich auf jeden Fall sehr sinnvoll finde Und vor allem am Anfang Mit Anfang meine ich ja so die ersten zehn Jahre, oder so.

00:01:53: Sich sozusagen vielleicht regelmäßige Zeiten einzurichten und für viele ist es halt sehr praktisch oder auch gut wenn man dann noch frisch ist morgens oder vielleicht morgens nach dem Aufstehen und abends vom zu Bett gehen oder einfach schon regelmässige Zeiten, möglichst täglich einhält.

00:02:21: Einfach so, dass man eine gewisse Regelmäßigkeit hat.

00:02:23: wenn man da einfach nur nach sozusagen jetzt habe ich gerade los übe ich dann ist halt die Erfahrung so das doch ganz viele dann wieder gehen lassen und nicht beachten.

00:02:36: Es ist bisschen ähnlich wie mit allem Wenn ich etwas mehr Sport machen will Dann ist es ja auch etwas was Schau, dass ich es regelmäßig mache.

00:02:47: Dass ich jeden zweiten Tag gehe oder irgend sowas... Wenn ich mehr an die frische Luft gehen will dann mach' ich das auch täglich und versuch mir eine Routine anzugewöhnen.

00:03:00: Das würde ich einfach empfehlen.

00:03:03: Ich hab letztens auch wieder von der einundzwanzig Tagesregel gehört.

00:03:06: wenn man quasi einund zwanzig Tage dabei bleibt Dann kann man nachhaltig etwas verändern und integrieren.

00:03:14: Als die Frage aufkam habe ich mir auch Erst mal schwer getan und dachte mir, wie übt man?

00:03:20: Und dann habe ich so zurück überlegt.

00:03:22: Wie waren eigentlich meine Anfänge?

00:03:24: Und wie hat sich das über die Zeit verändert?

00:03:26: Es hat sich total stark verändert!

00:03:28: Das ist echt interessant.

00:03:32: Bevor ich aber darauf genauer eingehe, wollte ich noch einmal sagen wir haben ja auch über den Begriff der Selbstkultivierung gesprochen.

00:03:38: Das sagt es ja eigentlich schon.

00:03:40: Sich selbst kultivieren ist eine kontinuierliche nachhaltige sozusagen über einen ja möglichst konstanten Zeitraum, begleitende.

00:03:53: irgendwie Maßnahme wollte ich jetzt schon sagen aber Praxis.

00:03:56: Und sich selbst zu kultivieren wie die Pflanze nicht jeden Tag gleich ist und zu jeder Jahreszeit unterschiedlich und zu jede Jahreszeit auch was anderes braucht um zu gedeihen und zu blühen Fruchten, so ist es auch mit uns.

00:04:16: Und dann hat das mich irgendwie so beruhigt nach der Frage wo ich meine Antworten im Kopf durchgegangen bin dass sich mir dachte ja natürlich verändert das sich.

00:04:25: Das ist ja das Natürlichste der Welt.

00:04:28: wenn er sich nicht verändern würde Dann wäre es ja irgendwie seltsam.

00:04:31: Also bei mir ist es ganz unterschiedlich zu verschiedenen Jahreszeiten zu verschiedenen Tageszeiten und des üben fließt mit.

00:04:41: Nicht es passt sich an, sondern es fließt mit.

00:04:44: und das ist glaube ich das was mir so gut tut.

00:04:50: Wenn ich jetzt im Winter die Tage sind kurz und in der Früh ist es noch lange dunkel und ich stehe früh auf dann muss man ja warten bis der Tag anbricht.

00:05:00: und oft dachte ich mir dann zu Anfang als ich mit Chigong angefangen habe Mensch was mache ich jetzt?

00:05:04: Jetzt bin ich schon so früh wach.

00:05:06: auch unter anderem durch das Chigon bin ich zu einer Frühaufsteherin geworden.

00:05:11: Und dann dachte ich mir in der Früh, was mache ich jetzt?

00:05:13: Ja gut.

00:05:13: Ich konnte üben und dann habe ich mich... ich bin so um fünf aufgestanden, hab mich im Wohnzimmer platziert, hab mir so sanfte Musik angemacht und hab geübt im Stillen.

00:05:24: also das war jetzt nicht bewegt im Stille und das habe ich über Monate gemacht.

00:05:29: Das war so schön!

00:05:31: Aber das hat auch wieder aufgehört und hat mich total verlassen.

00:05:34: Und dann habe ich begeistert, jemanden davon erzählt der hat damit angefangen und sich gewundert du hast damit aufgehörte.

00:05:39: wieso war doch so super?

00:05:42: aber es hat sich verändert und es durfte sich auch verändern.

00:05:45: kam da Frühling und es wurde schneller hell oder früher hell und dann hab ich ganz lange Zeit draußen geübt unter so einer fichte oder unter einer Kiefernähne.

00:05:57: Kiefe war es, glaube ich.

00:05:58: und dann habe ich im Park in München gelebt, im Park unter einer kiefer geübt In der früh noch vor der Arbeit und diese stunde üben dort im park Das hat mir den tag einfach Massenweise um weitere stunden erweitert.

00:06:15: also das war ein ganz neues lebensgefühl Und auch das hat mich wieder verlassen und so verändert sich das konstant Jahres- und Lebensverlauf.

00:06:27: Wenn ich weniger Zeit habe, übe ich eigentlich gar nicht so gezielt sondern integriert es eher in den Tag dass sich in der Straßenbahn im Wartezimmer beim Arzt vom Schlafen gehen wie du gesagt hast oder beim Essen vielleicht auch so dieses bewusste ganz in sich gekehrte bewusst aufnehmender Nahrung.

00:06:48: also hat mich dann eigentlich persönlich sehr gefreut das dass immer mehr einbinden konnte in den Alltag und es nicht so abgegrenzt ist, sage ich mal vom Ablauf des Alltags sondern integriert.

00:07:09: Das finde auch was sehr Wichtiges und Schönes war für mich auch sehr wichtig.

00:07:16: gerade früher als ich angefangen habe oder dann bald mal kleinere Kinder hatte Zum Teil sehr intensive Arbeit auch noch, also sehr volle Tage.

00:07:28: Und gleichzeitig diese wachsende große Begeisterung für das Chigum.

00:07:35: Was mache ich jetzt da?

00:07:36: Da waren für mich dieses in den Alltag-Einbauen sehr wichtig.

00:07:43: Also Körperatmung machen während dem Gehen und beim Radfahren andere innere Übungen mit der Atmung gerade besonders.

00:07:52: während dem Gehen, während allem.

00:07:55: Während dem Essen hast du gesagt, während dem Abwasch und so weiter.

00:08:02: Das finde ich sehr gut.

00:08:03: Ich find für mich aber merke auch dass ich doch regelmäßig also täglich auch wirklich so eine formelle Praxis möchte und brauche.

00:08:17: Und wenn es...ich hatte dann sicher eine Zeit nicht allzu lange wo ich dann oft ... nur dieses Alltagsüben gemacht habe, oder?

00:08:26: Und ich glaube das war mir dann zu wenig und dann zu wenig tief.

00:08:30: Ich kann ja auch gar nicht so tief reingehen.

00:08:32: Wenn ich auf der Straße rumgehe... Das funktioniert zwar sehr gut, dass beides da ist aber ich kann ja nicht.

00:08:40: Oder wenn ich auf dem Rad fahre, ... ... kann ich nicht irgendwie voll ins Innere eintauchen.

00:08:45: Und ich glaub beide sind wichtig!

00:08:50: Beide sind wichtig Und man muss für sich die eigene Mischung finden.

00:08:55: und ich finde dein Beispiel oder ja, was so ein Hand des Wortes das namens Selbstkultivierung gebracht hast auch sehr passend.

00:09:09: Weil jede Pflanze braucht ein bisschen etwas anderes wenn man sie kultivieren will Und zu verschiedenen Jahrzeiten braucht sie vielleicht etwas anderes.

00:09:19: Aber wenn du die Pflanze einfach nicht gießt und ihr keine Fächer eher oder sie, sie nicht düngst oder was immer sie brauchst also wenn du sie nicht pflegst dann wird sie eingehen.

00:09:33: aber nicht jede Pflanzer braucht immer dasselbe und ich glaube das ist wichtig dass wir das für uns selbst rausfinden.

00:09:43: Und da gibt es natürlich noch so Sachen, wie du hast vorhin gesagt draußen und in der Kiefer.

00:09:49: Das ist nicht wunderschön wenn man auch sich gute Orte schaffen kann.

00:09:56: Ganz wichtig auch ja.

00:09:58: Für bewegte Übungen ist wirklich mal sehr schön draußen zu üben für stille Übung kann das auch gut sein aber dort ist es auf jeden Fall gut einen geschützten Ort zu haben.

00:10:11: also Ich kann jetzt so bewegte Übungen sehr gut im Park auch machen und mittlerweile stört mich das überhaupt nicht, wenn die Leute vorbeigehen und komisch schauen.

00:10:23: Das ist vielleicht am Anfang manchmal ein bisschen schwierig, ja es kann Hindernis sein aber da gewöhnt man sich dran.

00:10:29: Aber für stille Übung such ich mir entweder einen Ort drin und da habe ich auch meinen festen Ort oder meine festen Orte, zwischen denen ich mal verwechsel aber die so sich gut anfühlen.

00:10:44: Aber auch draußen ein guter geschützter Ort, aber nicht einer wo ich mich eben wie auch energetisch und von den anderen Leuten ja ein bisschen geschützt fühle wäre ideal für das formelle üben.

00:10:57: Das finde ich jetzt.

00:11:00: Ja.

00:11:01: auch der Hinweis, glaube ich, dass man nicht bei Wind üben soll.

00:11:05: Also habe ich in Erinnerung das uns das mitgegeben würde – bei Wind nicht unbedingt draußen üben?

00:11:13: Ja, bei starkem Wind!

00:11:14: Ich meine so ein leichtes Wind macht nichts.

00:11:19: Bei starken Wind sollte man sich eher nach innen gehen oder sich sonst gut schützen halt.

00:11:27: Es geht natürlich auch wenn man sich da gut anzieht.

00:11:29: mit windfester Kleidung Geht das schon auch?

00:11:33: Vor allem für stille Übungen ist es ein bisschen heikel.

00:11:37: Wenn wir sitzen und dann so einen Durchzug kommt, also man sollte auch nicht im Durchzug sitzen.

00:11:43: Das ist ganz wichtig.

00:11:48: Entschuldigung!

00:11:50: Ich habe mir auch zu Hause paar Soorte gesucht und dann auch mal geguckt nach Feng Shui in welche Himmelsrichtung es ist für mich förderlich zu üben und dann so beobachtet.

00:12:02: Sind das vielleicht die Richtungen, in denen ich vorher auch schon geübt habe, wo ich das nicht wusste oder wo sich mein Körper intuitiv immer wieder hintreht?

00:12:13: Und danach zu gucken... Das ist wirklich interessant!

00:12:15: Es sind dann Plätze gewesen wo ich intuitiv sowieso auch gerne gesessen bin oder sich meine Front sozusagen immer wieder so hingewendet hat in eine Ecke wo man jetzt sich denkt, entweder schaut man Richtung Fenster oder da.

00:12:29: Aber ich war dann immer so ein bisschen schräg Richtung einer Ecke ausgerichtet.

00:12:33: und dann habe ich herausgefunden ja das ist genau die Richtung, die nach Feng Shui für mich Richtung Erlebenskraft ausgerichtet ist.

00:12:43: Man hat sich der Körper auch beim Arbeiten, beim Laptop immer so schief hingesetzt.

00:12:47: Das war ganz interessant!

00:12:49: Und das nutze ich beim Üben dann auch.

00:12:52: wenn ich mal gesundheitlich vielleicht angeschlagen bin dass ich in die Richtung der Gesundheit übe oder Klarheit, wenn ich gerade irgendwie so ein vernebeltes Gefühl habe und mir denke, oh, ich müsste irgendwie zu mehr Klarheit kommen.

00:13:07: Dann setze ich mich vielleicht woanders

00:13:08: hin.".

00:13:10: Du hast auch noch was gesagt genau bei dem geschützten Raum?

00:13:16: Ja das war damals im Olympia Park auf einem kleinen Hügel unter der Kiefer und die Kiefe hatte ich im Rücken, war also schön geschützt.

00:13:24: Von hinten und nach vorne weg hatte ich dann freie Sicht.

00:13:29: Und einmal am Nachmittag saß ich auch da mit zum Kopfhörern in den Ohren, habe Musik gehört und hab da geübt... ...und war ganz tief in der Übung drin!

00:13:39: Als ich dann abgeschlossen habe und eingesammelt habe die Augen zu langsam geöffnet, habe ich gemerkt dass sich so eine riesige Gruppe auf diesem Hügel versammelt hat um dort irgendeine Besprechung zu machen.

00:13:52: Die waren... ganz viele Menschen im Kreis und haben sich da besprochen, ich habe nichts davon mitbekommen.

00:13:58: Und dann dachte ich mir okay jetzt bist du einen Schritt weiter!

00:14:01: Jetzt konntest du wirklich ganz eintauchen und alles außen abschalten und es gab keine Störungen die mich da hätte rausholen können.

00:14:08: das sind dann immer so Momente wo man dann so sich stolz auf die Schulter klopft und sagt ok wieder ein Schritt weiter.

00:14:16: sehr schön

00:14:22: Die Frage zielte ja auch bisschen darauf ab von der Teilnehmerin, wenn man in Kursen ist und lernt.

00:14:32: Und sich dann aber sozusagen selbstständig hinsetzt und übt.

00:14:38: Was ist der Anker an dem ich noch festhalten soll?

00:14:41: Und wo kann ich mutig meinen eigenen Weg gehen oder ein bisschen loslassen?

00:14:47: Vielleicht können wir darauf noch ein bisschen eingehen...

00:14:49: Ja das ist eine gute, gute Aspekt!

00:14:52: Ich finde Ich bin ja eigentlich ein sehr großer Freund davon oder das ist etwas, was mich gerade auch im Stil des Stillentigungen fasziniert und dann der Herangehensweise von Großverste Lie, dass wir da sehr viel Freiheit drin haben.

00:15:10: Das ist darum geht eben die eigene... aus der Übung, die wir bekommen einen Ei oder in dieser Übung einen eigenen Weg zu finden.

00:15:18: also nichts Starres.

00:15:21: Und trotzdem glaube ich, dass es wichtig ist gewisse Abläufe sozusagen zu ritualisieren.

00:15:30: Das kann äußerst ritual sein im Sinne von Ich setze mich an den gleichen Ort.

00:15:36: Vielleicht ein Räucherstäbchen an oder sonst irgendetwas.

00:15:42: Ich trinke vorher vielleicht einen Tee und dann setz' ich mich dorthin immer den gleichen Einstieg.

00:15:55: Und das ist, Meister Lea hat ja eigentlich die längste Zeit immer die gleiche Einstiecksentspannungsübung gemacht oder Entspannungsformulierung.

00:16:10: und am Anfang habe ich für mich so ein bisschen gedacht.

00:16:14: in den ersten Jahren hab ich manchmal gedacht Ja es ist immer das Gleiche vielleicht ein bisschen langweilig könnte man auch mal was anderes machen.

00:16:21: aber ich habe dann gemerkt Das ist sehr sinnvoll, weil durch das kriegt es wie so etwas Automatisiertes.

00:16:31: Da hat er auch dann darauf hingewiesen dass diese Entspannungsformel, diese Kurzformel eigentlich die Zusammenfassung oder die Kurzformeln für eine tieferen Spannung ist.

00:16:42: und wenn wir das miteinander verbinden und oft üben muss ich das mit der Zeit wirklich nur noch sozusagen innerlich sagen Und es geschieht.

00:16:52: Das kann man noch weiter vorantreiben, aber das ist mal so... Von dem her finde ich gewisse Sachen wie zum Beispiel den Anfang des Ende immer gleich zu machen.

00:17:01: Auch das Ende ist wir sammeln immer einen am Schluss, nicht mitten im Tiefloß aufhören und dann immer nochmal nach innen bringen, in den Unterbauch bringen, zur Ruhe bringen und erst dann hören wir auf.

00:17:15: Am Anfang entspannen wir oder meist mit mehr oder weniger der gleichen Formulierung.

00:17:24: Und dazwischen dann machen wir vielleicht über eine gewisse Zeit die gleiche Übung, auch das würde ich sehr empfehlen nicht jeden Tag eine andere Übung zu machen sondern mal über eine Gewisse Zeit bei der und der Übung eine stille und bewegte Übung auszusuchen, die mache ich jeden Tag.

00:17:49: Und dann mach' ich vielleicht jeden Tag noch irgendwas anderes dazu was mir gerade so spontane denke.

00:17:55: Und das dann... Ich sage es mal ein Monat oder so bei zu behalten.

00:18:00: Und nicht einfach so hin- und herzustellen weil da kommt man nie tiefer.

00:18:04: also das sind so Sachen, die würde ich machen.

00:18:08: Ja?

00:18:10: Oder das meinst du mit Festteil?

00:18:11: oder ja so bisschen Halt geben für die Übung?

00:18:17: Erinnere ich mich auch noch ziemlich genau darauf, dass... Ich war ja über die Pandemie.

00:18:24: Da war ich vor allem jeden Tag bei dir im Unterricht und da war ich morgens oder abends bei dir immer im Unterlicht.

00:18:31: Und wenn ich dann die Übungen wiederholt habe und sich etwas anderes entwickelt hat plötzlich Ab wann gebe ich mir die Erlaubnis sozusagen da loszulassen und das andere entwickeln zu lassen?

00:18:43: Und wie stark halte ich an dem Ablauf der Übung fest.

00:18:46: Ich glaube, dass es für Anfänger immer eben so dieses wo bin ich noch diszipliniert dabei zu bleiben, wo entwickelt sich die Übung selbst weiter?

00:18:58: und wo ist irgendwie der eigene Komfort, der sich so Raum nimmt Wirklich wie so eine Gratwanderung, so war zumindest mein Empfinden wirklich zu spüren.

00:19:08: Was ist jetzt die Bequemlichkeit?

00:19:11: So ein typisches Beispiel ist auch eben einfach aufrecht sitzen zu bleiben im Schneidersitz und jetzt mal auszuhalten auch mal und nicht nachzugeben dem das sich irgendwas zeigt wo man denkt okay ich muss jetzt die Sitzposition verändern weil es will sich verändern oder weil ich einfach ungeübt bin im Sitzen und das verändern möchte, also selbst so übertragen auf das Sitzen.

00:19:37: Aber so ist es bei den Übungen auch am Anfang tut man sich schwer damit zu erlauben etwas anderes Eigenes daraus zu kreieren und das für sich entfalten zu lassen was jetzt gerade der eigene Zustand der Pflanze sage ich mal braucht oder die Übung konsequent durchziehen Das ist nicht leicht.

00:20:03: Und ich glaube, es braucht einfach Zeit und man muss es für sich herausfinden um die eigenen Mechanismen zu beobachten.

00:20:09: okay wo gehe ich in diesen Komfort?

00:20:11: In die Bequemlichkeit rein?

00:20:13: und wo ist das etwas was aber von innen kommt und sich wirklich verändert?

00:20:18: und den Unterschied spürt man am Anfang nicht.

00:20:24: Das ist so ja.

00:20:25: Ja und ich glaube dein Beispiel wieder finde ich sehr treffend oder sehr gut passend das mit den Sitzen.

00:20:36: Und ich möchte mal kurz dabei bleiben, weil als ich angefangen habe zu meditieren, war nach ein bisschen vielleicht ein Jahr oder zwei nach Tai Chi und Chigung, hab ich angefange zum Meditieren.

00:20:51: Nach dem ersten Einführungs-Kurs bei Jay, der ja auch schonmal hier im Zugast war so, nach einem halben Jahr wollte Ja, intensivere Sachen ausprobieren und bin dann mal in Szene, mal ins Vipassener.

00:21:08: Und so... Das waren zum Teil Formen die sehr strikt waren.

00:21:11: also du darfst dich nicht bewegen.

00:21:15: Du solltest dich wirklich gar nicht bewegten.

00:21:18: Es gibt sogar einen Vipassener, wenn man ganz hart ist, dann legt man sogar gelübte Stunden wo man Gelübde ablegt sich nicht zu bewegen.

00:21:28: und ich habe gemerkt Irgendwas in mir war da nicht so begeistert von.

00:21:34: Obwohl ich das auch gemacht habe, aber irgendwas in mir hat sich da... Und dann sind mir die Tibete untergekommen relativ bald als eine Variante und die machen das ganz anders.

00:21:48: Zumindest in den Traditionen, hauptsächlich in der Zocktchen-Tradition, die ich dann kennengelernt habe.

00:21:54: Die bewegen sich zwischendurch mal ein bisschen ... Die kratzen sich mal an der Nase oder was auch immer, die sind da recht locker.

00:22:05: Aber sie stehen natürlich nicht auf und gehen weg!

00:22:11: Sie zappeln nicht nervös rum.

00:22:13: Sie haben so einen Zwischenweg und die sind genauso tief drin.

00:22:18: Und ich glaube dort ist ... Das ist so wie ein Bild auch im Chigung.

00:22:22: Ich mache eine Übung, ich mach den kleinen Kreislauf verschiedene Punkte, wo wir die Energielenken mit der Vorstellung hinten hoch, vorne oder in der Mitte runter.

00:22:36: Wir haben neun oder zehn Punktern, die wir denken dabei und es geht hoch und drunter.

00:22:41: Und dann sagt ja Meister Liedt, die Übung ist wie ein unbehauener Holzblock.

00:22:45: ich muss meinen eigenen draus machen.

00:22:47: also kann das sein dass sich dieser Fluss ein bisschen verändert?

00:22:51: Dass ich zum Beispiel an manchen Punkten länger warte wieder zurück gehe oder so.

00:22:59: Oder vielleicht ein neuer Punkt dazu kommt und einer plötzlich nicht mehr so wichtig ist in der Übung, das ist ja dann sozusagen in dieser Übung drin eine Veränderung.

00:23:11: wenn ich dann aber plötzlich was völlig anderes mache und irgendwie plötzlich von Blumen sehe oder irgend sowas Muss ich mir natürlich schon überlegen, ist es da etwas wo ich ausweiche?

00:23:28: Wo ich einfach in was Bequemeres reingehe weil das andere zu anstrengend ist oder vielleicht auch weil da Was ein Hindernis wartet dass eigentlich Ja das Gut wäre wenn wir damit arbeiten würden und das übe kommen würden.

00:23:46: aber Wir wollen zuerst mal aus weichen weil solche Hindernisse der Blockaten oft auch halt mit unangenehmen Empfindungen zu tun haben.

00:24:00: Und so wie es auch beim Sitzen, also ich bin nicht der Mensch, der sagt... Also wenn ich Meditationsretriege gemacht habe, ja da gibt es natürlich trotzdem, selbst wenn du dich immer wieder bewegst gehst du durch diese Phasen durch wo die Sitzposition einfach total schmerzt.

00:24:21: Und dieser Ansatz, der dann wie Parson hat in seinen Zähnen zum Teil sehr streng oder ganz wichtig ist.

00:24:28: Dass ich eben nicht das gewohnte mache und ausweiche und hauswärts, sondern einfach mal warte und man schaue was passiert wenn ich einfach mal bleibe und den Schmerz akzeptiere, dass er im Rücken ist.

00:24:46: Und man schau wie löst es sich mit der Zeit vielleicht von alleine?

00:24:49: Das hat natürlich etwas!

00:24:51: Mir liegt einfach jetzt dieses ganz starre oder strenge, liegt mir einfach von meiner Natur her viel weniger.

00:24:59: Deshalb bin ich auch beim Stillentzigung gelandet und nicht vom Meister Lee und nicht bei anderen Stielen die es auch sehr viele strengere Ansichten haben.

00:25:11: Ja vielleicht ist es genau das dass man verschiedene Umgangsformen damit ausprobiert?

00:25:17: Ich glaube, so habe ich es dann auch gemacht zu Anfang.

00:25:20: Dass ich mir dann dachte, nein du bleibst jetzt bei der Übung und reist dich zusammen und ein bisschen diszipliniert und streng mit sich Und bin dann dabei geblieben.

00:25:29: und das nächste Mal habe ich mir erlaubt abzuweichen oder auszuweichern und das nächsten mal habe ich mehr erlaubte was anderes entwickeln zu lassen Und einfach übers Ausprobieren dann herausgefunden okay wie reagiere ich auf verschiedene Situationen?

00:25:45: Dann konnte ich sie auch besser deuten.

00:25:47: Was gehört zu was und wo bleibe ich jetzt vielleicht bewusst dabei?

00:25:51: Und wir haben auch die schöne Übung, du schickst das Lächeln durch den ganzen Körper.

00:25:57: Und manchmal denke ich mir, wenn es an so einer Stelle nicht weitergeht dann lächel ich und denk mir ja okay, jetzt bin ich wieder an so einem Moment und dann lächele ich einfach und schicke das durch den gesamten Körper und dann verändert sich sehr unmittelbar um sich daran zu erinnern an diese Technik die Erlaubnis zu haben, einfach dem zuzulächeln und so sagen warum geht's denn?

00:26:20: Das ist doch jetzt hier kein Kampf.

00:26:22: Es ist eine Selbstkultivierung.

00:26:24: es soll dir gut tun und das merkst du ja auch.

00:26:26: Es tut dir auch gut!

00:26:28: Und in dem Moment verändert sich sehr sowieso schon.

00:26:31: dann greift man ja bewusst ein.

00:26:34: Sehr schön finde ich gut und ich glaube da ist etwas ganz wichtiges was du gesagt hast mit diesem mal einfach rausprobieren und ich würde dort auch immer vorschlagen oder schlag den Leuten vor Beides auszuprobieren und zwar nicht immer das eine zu machen oder das andere.

00:26:52: Also, nicht immer strikt genau das üben was gesagt wurde aber auch nicht immer abweichen.

00:27:00: wir müssen die Fähigkeit haben oder Wir müssen die Schulen dass wir bei dem bleiben was wir wollen.

00:27:07: ich muss das G lenken können Ich muss meinen Geist drin schulen Das ist ganz wichtig.

00:27:14: kontrollieren kann, dass ich sagen kann okay nein jetzt will ich das G dort und dann lasse ich auch wie immer wieder los und schau mal was entsteht von alleine.

00:27:23: Da gibt es ja auch ganze Übungen wo wir gar nichts machen.

00:27:26: gerade vorgeschrittene Übung sind oft so, dass sich nur noch irgendwo hingehe und dann schaue ich was macht das G?

00:27:33: Das ist ganz wichtig.

00:27:34: aber ich muss gleichzeitig eben auch diese oder die Fähigkeit der Kontrolle des die und das kontrollierten Lenkens, der Energie aber auch davor muss man sagen.

00:27:47: Das Geist ist der Aufmerksamkeit, die muss wie vorher sein oder die muss gleichzeitig wachsen wie dieses spontane Zulassen.

00:27:57: Das heißt ich muss auch zum Beispiel fähig sein wenn jetzt eine Übung fertig ist und vielleicht früher fertig ist als sonst, weil irgendwie im Haus gerade was geschieht oder so abzuschließen.

00:28:08: Fertig?

00:28:08: Es ist vorbei!

00:28:10: Und nicht dass ich dann noch in den Übungszustand rumgehe und dann bewegt sich vielleicht irgendwas in meinem Körper weiter aber ich will gar nichts.

00:28:16: Das ist wirklich etwas das auch passieren kann, wenn man einseitig übt.

00:28:22: Deshalb würde ich immer vorschlagen beides.

00:28:24: Bleib ab und zu richtig streng bei der Übung Und schwing dich ein bisschen dazu und wenn du abschweifst, kommst du wieder dazu.

00:28:33: Dann üben Zweizmann, lass etwas freier und lasst zu, dass es sich selbst entwickelt.

00:28:38: Dass ich dann beim kleinen Kreislauf so bleibe vielleicht ein bisschen anderer Weg ergibt oder einen anderen Punkt und Bereiche dazukomme?

00:28:48: Ja!

00:28:49: Ich finde das ist auch sehr tageszeitabhängig.

00:28:51: Wenn man jetzt aufwacht und noch nicht den Alltag um sich herum hat und in der Früh gleich übt habe ich zumindest die Erfahrung gemacht, da kann ich relativ frei gelassen.

00:29:04: Intuitiv geleitet üben das der Körper oder das Innere leitet mich dann dahin was gerade gebraucht wird weil man noch so ja so un Wie würde man das nennen durch den tag noch nicht so belastet ist oder vorgezeichnet sage ich mal nach dem schlaf eher erholt Und tagsüber im Nachmittag, wenn so der Alltag um einen herum ist und man vielleicht bewusst wirklich die Gedanken einfach abschalten muss.

00:29:37: Weil es gerade zu viel wird.

00:29:39: Der Druck wird zu hoch und man braucht diese Pause kurz.

00:29:43: Dann ist es vielleicht strenger und disziplinierter, um wirklich abzuschalten, um die Pause konstruktiv zu nutzen.

00:29:50: Ja!

00:29:51: Du sprichst da was ganz Wichtiges an finde ich.

00:29:53: das finde ich sehr gut weil gerade das Loslassen, dieses einfach Zulassen gilt ja auch als die höchste Form des Übens und auch letztendlich die Anspruch vor allem.

00:30:09: für uns meistens schwierig ist eben wenig zu denken oder gar nicht zu denken, also nicht abgelenkt zu werden und dann einfach die Übung fließen zu lassen.

00:30:18: Das geht manchmal gut aber wenn das nicht geht, dann geht es halt ganz schnell dass ich irgendwie ins Träumen komme oder jetzt nachdenken usw.

00:30:27: Und da muss sich halt wieder mehr formell erüben wie du gesagt hast auch mit den Tageszeiten.

00:30:32: Was anders was ich noch kurz ansprechen möchte Ja, wie mache ich es mit zum Beispiel Anleitung oder nicht?

00:30:40: Und ich leite ja selber viele Kurse an jeden Tag eigentlich und bei den Ausbildungskursen oder den Sonderkursen nehme ich auch auf und stelle das in Leuten zur Verfügung.

00:30:55: Ich weiß, gibt Leute die dann gerne mit Anleitungen üben.

00:30:58: Das kann auch sehr gut sein gerade wenn man eine Übung vielleicht noch nicht gut kennt um sie quasi

00:31:07: zu verinnerlichen.

00:31:08: Verinnerlichen, genau!

00:31:11: Aber man sollte sich auf keinen Fall von dem abhängig machen.

00:31:15: Ich habe es mitgekriegt schon Leute die gesagt haben ja ich meditiere also du alleine kann nicht meditieren aber ich höre mir jeden Tag irgendwo schon eine Meditations-App höre ich mir eine geleitete Meditation an und... Ja, es ist noch gut.

00:31:35: Das ist eine Entspannungsehbarheit.

00:31:37: Es ist eigentlich mehr Hypnose als wirklich eine Meditation.

00:31:41: Ich glaube, Meditation hat viel und auch Stigung, dass ich als meditative Arbeit sehe.

00:31:46: Er hat viel mit einer inneren Freiheit zu tun einem eigenen innen Weg finden.

00:31:52: Und das immer angeleitet zu machen... ...das ist dann wieder so ne Bindung an etwas.

00:31:57: Deshalb ja Anleitung ist manchmal gut Auch gerade wenn's vielleicht schwieriger ist Wenn man sich mehr ablenken lässt, kann man auch wieder nach einiger Zeit darauf zurückgreifen oder so.

00:32:09: Aber sicher nicht immer!

00:32:12: So würde ich als Regel empfehlen, sicher nicht mehr als jedes zweite Mal.

00:32:17: und das gleiche gilt für Musik.

00:32:19: Für viele hilft Musik.

00:32:22: In stillen Übungen eher jetzt ganz ruhige Sachen... In bewegten Übungen kann das dann auch so ein bisschen den Rhythmus haben, der hilft für die Bewegung.

00:32:33: Und es ist wunderbar!

00:32:35: Das kann richtig gut unterstützen.

00:32:39: aber auch hier sollte man nicht abhängig werden davon.

00:32:43: Weil wenn ich das dann über Jahre immer nur mit Musik übe, da kann ich gar nicht mehr anders.

00:32:48: und auch hier würde ich empfehlen einmal mit, einmal ohne und vielleicht auch mal mit der Zeit dann auch immer längere Zeit mal ohne Weil.

00:32:56: es ist auch immer ein Einfluss von außen und wir wollen ja letztendlich das Indere wirken lassen.

00:33:07: Ja, die Erfahrung habe ich auch machen müssen.

00:33:10: Ich habe dann auch gemerkt da ist eine große Abhängigkeit mit Musik zu üben und wenn ich dann ohne Musik üben wollte haben mich sehr viele äußere Geräusche gestört und rausgebracht Und das war natürlich dann der erste Hinweis darauf.

00:33:25: Okay, jetzt musst du aufhören und wirklich mit verschiedenen äußeren Geräuschen auch währenddessen schauen wie kannst du dabei bleiben?

00:33:36: Inzwischen geht es wirklich sehr gut!

00:33:39: Auch da findet man schnell rein von dich.

00:33:42: Irgendwann habe ich mir gedacht... Es gibt Menschen die können in einer Menschenmasse, wo beim Konzert oder sonstwo einfach so entspannen und in sich gehen und komplett abschalten.

00:33:54: Und das werde ich bestimmt nie können!

00:33:56: Und inzwischen zweifle ich das überhaupt nicht an?

00:34:00: Das habe ich auch schon oft ausprobiert im sehr lauten Gegenden oder sowas dachte ich mir.

00:34:05: okay ich muss jetzt kurz abschalten Wie eine Offtaste und weg ist man also auch.

00:34:10: das geht am Anfang es ist ungewohnt Man lässt sich auf drei rausbringen ist dann genervt, aber auch das lässt sich trainieren und irgendwann hört man gar nicht mehr was um einen herum ist oder gut.

00:34:26: Was heißt gar nicht?

00:34:27: Dieses eine Prozent, da sprechen wir immer drüber.

00:34:29: Das eine Prozent muss immer da sein, um trotzdem die Kontrolle zu haben wenn irgendeine Gefahr da ist, was weiß ich Feueralarm oder irgendwas.

00:34:40: Aber im Grunde Nimmt man die Geräusche wahr, aber nimmt sie nicht als störend war und auch nicht als sehr bewusst.

00:34:51: Es ist mehr so ein Hintergrundrauschen was integriert wird in das Üben.

00:34:57: Das ist so ja Und es ist auch richtig gut das zu üben weil wir haben nie die perfekten Bedingungen.

00:35:04: Da gibt es auch so spannende Geschichten, zehn Geschichten drüber von einem der sich an allem stören lässt und dann weiß ich was in verschiedenen Orten geht.

00:35:13: Aber immer irgendwas kommt und dass das ganz leise ist, dann ist eben das Innere, das ihn stört.

00:35:18: Und am Schluss geht er wieder zurück ins Kloster wo halt alle laut sind.

00:35:23: Das ist wirklich auch ganz wichtig.

00:35:27: Ich denke, es gibt diesen Spruch, den wir sehr lieb früher gesagt haben aus der Kinesien-Tradition.

00:35:34: Die Stille ist nicht in der Abgeschiedenheit der Berge und der Lärm nicht auf dem Marktplätzen der Städte – beides im Herzen des Menschen!

00:35:47: Und das ist genau das.

00:35:49: oder ich kann... Und deshalb, ich kann noch so abgeschieden sein und dann fängt dieses innere Plappe an.

00:35:56: Dann fängt die innere Unruhe an.

00:35:58: Auf der anderen Seite wenn ich das übe... Das muss man üben.

00:36:01: da kann nicht und ich habe das in Zeit lang sehr bewusst gemacht, in der Straßenbahn zu üben oder mich einfach irgendwo auf dem öffentlichen Platz in den Café sitzen und dort einfach still zu übten.

00:36:15: Das ist natürlich auch anspruchsvoll!

00:36:17: Wir haben immer wieder Reize, die uns mitreißen wollen.

00:36:20: Noch anspruchsvoller ist es mit offenen Augen, was aber auch geht.

00:36:25: Nicht den Blick mitreißen zu lassen, der sich ja noch schneller reisen lässt als das Gewehr.

00:36:31: Das Schwierigste dabei die höchste Stufe und die finde ich wirklich auch sehr schwierig, sagt man auch jetzt Meditationstradition ist wenn neben dir Leute sprechen in deiner Sprache dass du dort wirklich nicht... Und das wäre dann die Höchste Stufe von dem, dass du das kannst und zwar die Stimmen wahrnimmst.

00:36:52: Aber du ... Du kriegst nicht mit, worüber sie sprechen?

00:36:58: Du weißt nachher nichts vom Inhalt!

00:37:00: Das ist schwierig.

00:37:01: Das ist echt schwierig.

00:37:03: Manchmal klappt es bei mir manchmal auch nicht.

00:37:05: Also, äh... Ist dann schon gerade wenn ich zum Beispiel, wenn ich Zug fahre oder so, dann nehm' ich mittlerweile gar nicht mehr ein Buch oder sowas mit Und versuche auch das Handy wirklich drin zu lassen, außer für das Ticket zeigen und vielleicht was anderes, was wichtig ist.

00:37:24: Aber wenn ich dann nichts Wichtiges habe, versuche ich eben nicht mich zu unterhalten und auch nicht so lesen sondern wirklich zu üben diese Zeit zu nutzen um zu übeln.

00:37:33: Wenn Leute drumherum sprechen manchmal geht es, manchmal geht's auch nicht.

00:37:40: Dann hab' ich mittlerweile mir dann auch halt so Voice-Canceling Kopfhörer gekauft und dann mache ich, setze ich die auf und mache irgendne, weiß ich was Klangschalenmusik oder sowas an.

00:37:54: Und dann ist es auch wieder weg.

00:37:56: Das geht dann auch.

00:37:57: aber ich versuch's!

00:37:59: Ich versuch´s und manchmal klappt's auch.

00:38:01: Ich bin auch noch so ein Mensch der hört so ganz genau zu.

00:38:03: Ich merke mir teilweise...ich kann die Geschichte Wortgedreue nach erzählen oft.

00:38:09: Also das wird richtig eine Challenge für mich, weil da ist wie so ein Aufnahmegerät realisch.

00:38:14: Das ist wirklich schwierig und ich meine auch du bist als Sozialogin beobachtest du.

00:38:20: Ich war ja früher Journalist, ich tätig und auch Schauspielere.

00:38:26: später und es sind alles Sachen.

00:38:28: da beobachtet man Menschen.

00:38:30: Man hört Menschen zu, man beobuchtet sie.

00:38:34: Ich habe mich früher dann auch im öffentlichen Raum so bewegt, dass ich wirklich bewusst Geschichten zugehört habe.

00:38:41: Weil das einfach so ... weil ich das verspannend fand und manchmal ist auch eine Geschichte daraus entstanden oder so.

00:38:49: Und das loszulassen kann ganz schön schwierig sein.

00:38:53: Okay, nächste Challenge für mich beim Zugfahren?

00:38:56: Genau!

00:38:57: Aber wir kommen ja nicht... es ist ja auch spannend sich solche kleinen Herausforderungen zu machen Ohne dann das Gefühl zu haben, ich habe versagt.

00:39:07: Sondern zu sagen, ja!

00:39:09: Ich finde immer dieses, da haben wir auch schon darüber gesprochen oder?

00:39:11: Wir haben oft an diese Tendenz zumindest in unserem Kulturkreis dass wir so streng sind mit uns und etwas klappt nicht und ich kann das nicht und schaffe es nie usw.

00:39:25: Und sich einfach bewusst zu sein, das sind schwierige Sachen.

00:39:27: Das ist eine Umbrug... Was Neues, wir müssen uns fast umprogrammieren für solche Dinge und auch überhaupt zum Üben.

00:39:36: Und manchmal geht es gut, manchmal geht's nicht.

00:39:39: Manche Sachen gehen lange überhaupt nicht.

00:39:43: Und trotzdem probiere ich sie immer.

00:39:45: Wie halten wir als Kinder ja auch hunderte von Male umgefallen sind?

00:39:50: Als wir angefangen haben zu gehen.

00:39:53: Ja!

00:39:53: Wir haben nicht nach dem zweiten Mal gesagt, du, ich schaff das eh nie... Macht doch gar keinen

00:39:58: Sinn.

00:40:00: Ich lohnt sich nicht, ich kriege eh nichts wirklich hin oder so... Das ist uns ja damals zum Glück nicht im Sinn gekommen.

00:40:08: und aber heute haben wir solche Gedanken.

00:40:10: und gerade beim Chigong denke ich Ja umfallen ist wunderbar weil nur dadurch lernen wir aufzustehen.

00:40:24: Ja, ich glaube es hat mir doch ein paar Sachen gesagt die über das üben wie übt man.

00:40:32: Zuerst habe ich gedacht auch was kann man da sagen weil man kann ja eigentlich eben keine klaren Regeln geben.

00:40:40: aber vielleicht gerade dadurch gibt es dann doch einiges was man drüber besprechen kann

00:40:48: und die Freiheit ist glaube ich rausgekommen die Freiheit und Individualität im eigenen kultivieren.

00:40:55: Genau und trotzdem sich einen Rahmen geben, den Rahmen manchmal einhalten oder oft einhalten aber ihn dann eben auch widersprengen.

00:41:03: zum Beispiel eben ich übe jeden Tag an meinem gewohnten schönen Platz den ich mir eingerichtet habe Aber ab und zu übe ich dann auch in der Straßenbahn im Park oder auf dem Marktplatz.

00:41:18: Ja Super Ja schön.

00:41:25: Ich hoffe, das war jetzt für diejenigen, die auch diese Frage gestellt haben.

00:41:31: Aber auch an alle anderen hat es ein bisschen was gebracht.

00:41:36: wenn ihr Fragen dazu habt oder noch andere Ideen habt wie man das weiterführen könnte bitte meldet euch bei uns die E-Mail und so weiter wie immer in den Showmore zu finden ja!

00:41:52: Und wir hören uns ja dann schon bald wieder.

00:41:56: Ich freue mich schon auf das nächste Gespräch mit dir, Veronica.

00:42:00: Wir

00:42:00: verraten noch nicht das nächste Thema als aber auch von Teilnehmerinnen und Teilnehmern aufgekommen und vielleicht als Hinweis?

00:42:08: Wir nehmen gerade wieder neue Episoden auf und wenn ihr die irgendeine spannende Frage habt, die euch in den Fingern brennt dann gerne an uns!

00:42:19: Und wir widmen uns dieses Thema sehr gerne.

00:42:21: Hat Spaß gemacht!

00:42:22: Bis

00:42:23: bald!

00:42:23: Tschüss!

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